Jahresbericht der First Responder Berg

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

First Responder

Seit der Einführung des First Responder Systems in Berg im Juni 2013 leisten die Mitglieder des Teams einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Notfallversorgung in unserer Gemeinde. Einmal jährlich möchten wir die Bevölkerung über unsere Tätigkeit und Entwicklungen im vergangenen Jahr informieren.

Das First Responder Team Berg besteht derzeit aus Roman Marksteiner, Lukas Giesser, Barbara Marksteiner, Jochen Mayer und Thomas Hartl. Ausgestattet mit vier Notfallrucksäcken und einer Notfalltasche mit den wichtigsten medizinischen Materialien inklusive Defibrillator werden wir in unserer Freizeit zu dringenden Rettungs- und Notarzteinsätzen alarmiert. Die Alarmierung erfolgt zeitgleich mit dem jeweiligen Notarztmittel – sei es ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) oder ein Notarzthubschrauber (NAH) – über digitale Pager und unsere Mobiltelefone.

Durch eine Weiterentwicklung des First Responder Systems werden wir mittlerweile auch zu bestimmten Rettungseinsätzen ohne Notarzt alarmiert. Dabei handelt es sich um Situationen, bei denen sich rasch eine lebensbedrohliche Lage entwickeln kann, beispielsweise bei schweren allergischen Reaktionen. Ziel ist es, bereits in den ersten entscheidenden Minuten professionelle Hilfe vor Ort zu gewährleisten.

Alarmiert werden wir sowohl von den Leitstellen Niederösterreich als auch Burgenland. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Burgenländischen Landessicherheitszentrale (LSZ) und NOTRUF 144 Niederösterreich ermöglicht eine gemeinsame Alarmierung und bringt damit einen wertvollen Zeitvorteil für die betroffenen Patientinnen und Patienten. Nach einigen organisatorischen Anpassungen und rechtlichen Herausforderungen in den vergangenen Jahren werden wir seit Jänner 2023 wieder uneingeschränkt von beiden Leitstellen alarmiert.

Ein besonderer Dank gilt der Gemeindeführung und dem Gemeinderat von Berg. Ohne deren Unterstützung wären zahlreiche Anschaffungen und organisatorische Maßnahmen nicht möglich gewesen. Die gute Zusammenarbeit bildet eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Betrieb unserer First Responder Einheit.

Im Berichtsjahr von Juni 2024 bis Juni 2025 wurden wir zu insgesamt 35 Einsätzen alarmiert. Im Vergleich dazu lag die Zahl im Vorjahr bei 39 Einsätzen. Betrachtet man die vergangenen zehn Jahre, ergibt sich ein Durchschnitt von rund 22 Einsätzen pro Jahr – eine bemerkenswerte Zahl für eine Gemeinde mit knapp 900 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Einsatzzahlen sowie die hohe Anzahl an Reanimationen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig die First Responder Einheit für Berg ist.

Auch die Aus- und Weiterbildung hat für uns einen hohen Stellenwert. Unser Team verfügt derzeit über einen Rettungssanitäter, zwei Notfallsanitäter, einen Notfallsanitäter mit der Notfallkompetenz Venenzugang und Infusionen (NKV) sowie einen Notfallsanitäter mit der Notfallkompetenz Intubation und Beatmung (NKI).

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungen und regelmäßigen Reanimations-Rezertifizierungen trainieren wir den Ernstfall auch gemeinsam mit anderen Einsatzorganisationen, insbesondere mit der Freiwilligen Feuerwehr Berg. Dort unterstützen wir als Feuerwehrsanitäter und tragen so zusätzlich zur Sicherheit der eingesetzten Mannschaften bei Übungen und Einsätzen bei.

Auch künftig werden wir rund um die Uhr ehrenamtlich für die Bevölkerung von Berg im Einsatz stehen – schnell, kompetent und mit dem Ziel, in Notfällen wertvolle Zeit zu gewinnen.


Sollte es zu einem Notfall kommen, bitte DIREKT den

Notruf 144

wählen!

 

Nur so kommen Sie zu einer professionellen Rettungsleitstelle, die uns First Responder mitalarmiert. Denn je schneller man die richtige Nummer anruft, desto schneller kommt auch die richtige Hilfe. Wir wollen uns auf diesem Weg recht herzlich bei den unterstützenden Kräften und Verantwortlichen bedanken, die uns unsere Ausrüstung zur Verfügung gestellt haben: die Gemeinde Berg, die FF Berg, die SF Berg und der Dorferneuerungsverein Berg, sowie das Rote Kreuz Hainburg/Donau. Weiter wollen wir allen Spendern und Spenderinnen ein Dankeschön für Ihr Vertrauen und Ihre wertvollen Spenden, mit deren Hilfe wir uns notwendig gewordene Ausrüstungsgegenstände finanzieren konnten, aussprechen.


17.06.2026